Bereits kurz nach dem Beginn des kommerziellen Galapagos-Tourismus Ende der sechziger Jahre gab es Diskussionen darüber wieviele Besucher dieses Paradies verträgt. Damals sah man bereits 15.000 Besucher als eine ernstzunehmende Bedrohung an. Heute erleben wir bereits pro Jahr eine sechstellige Zahl an Galapagos Touristen. Das Nationalpark-Management konnte jedoch bis heute erfolgreich sicherstellen, dass nur eine limitierte Anzahl lizensierter Kreuzfahrtschiffe durch das Archipel fährt, dass wir keinen nennenswerten Hotelbau erleben und kein Besucher die Inseln ohne ausgebildeten Nationalpark-Guide betritt. Diese Guides sind in mehrere Qualifikations-Klassen eingeteilt und haben oft Knowhow in Spezialthemen. Pro 12 Besucher eine Reisegruppe sollte es mindestens einen PNG-Guide geben.
Auf den Inseln San Cristobal, Santa Cruz, Santa Maria (Floreana) und Isabela finden sich einige wenige Pensionen, wobei die schön gestaltete „Finch Bay Lodge“ auf Santa Cruz bereits zur gehobenen Hotelklasse gehört. Die Pension Wittmer auf Santa Maria, auch besser unter dem Namen Floreana bekannt, lässt dafür die spannende Geschichte der ersten deutschen Siedler auf Galapagos am authentischten erleben.
Die meisten Touristen erleben die Inseln jedoch an Bord eines der zahlreichen, lizensierten Kreuzfahrtschiffe, die durch das Archipel kreuzen und jeweils zu festgelegten Zeiten bestimmte Häfen anfahren dürfen. Die Schiffe gibt es in den unterschiedlichsten Größen und Klassen: Von der einfachsten Touristenklasse bis hin zum luxuriösen Segelschiff. Die weiteren Strecken werden meist nachts zurückgelegt. Übliche Kreuzfahrten dauern rund eine Woche und können daher immer nur einen Teileinblick in die Vielfalt der Galapagos Inseln gewähren.
Auch ein Individual-Tourismus ist in begrenztem Umfang möglich. Von der mittlerweile bevölkerungsreichsten Insel Santa Cruz - mit der Charles-Darwin-Station – mit einer Anzahl von kleinen Pensionen und zahlreichen Reisebüros kann man sich zu Touren dazubuchen oder kleinere Schiffe für private Touren chartern. An der sinnvollen Verpflichtung zur Begleitung durch einen offiziellen Guide ändert dies nichts. Ein wildes Campen ist nicht erlaubt, es gibt jedoch zum Beispiel auf der Insel Santa Cruz Farmen mit Zeltverleih.
Fast alle Touristen erreichen die Galapagos Inseln mit dem Flugzeug. Die beiden Fluglinien Thame und AeroGal fliegen von Quito und Guayaquil nach Baltra, einem ehemaligen amerikanischen Luftwaffenstützpunkt mit mittelgroßer Landebahn und einem kleinen Flughafen. Baltra liegt in unmittelbarer Nähe zur Insel Santa Cruz. Für die meisten Besucher erfolgt hier die Einschiffung oder der Bootstransfer nach Santa Cruz. Es besteht jedoch auch die kostspielige Möglichkeit mit kleinen Propellerflugzeugen auf die Inseln San Cristobal oder Isabela zu fliegen. Diese Verbindungen sind jedoch stark wetterabhängig und neben der Beschränkung der Anzahl der Passagiere ist eine Mitnahme von schwererem Gepäck oft nur mit Zeitverzögerung möglich.
Hunderte von Reiseveranstaltern weltweit bieten Reisen nach Galapagos, wobei die örtliche Durchführung meist von ecuadorianischen Spezialisten wie zum Beispiel Surtrek (s. Internet-Directory) erfolgt. Eine Buchung vor Ort in Ecuador ist deutlich preiswerter, jedoch sollte die Organisationsleistung der Reiseveranstalter nicht unterschätzt werden. Es gibt deutliche Engpäße bei den Flugverbindungen nach Baltra, ständige wetterbedingte Flugausfälle in Quito und Gruppen werden bei der Platzvergabe gegenüber Individualreisenden bevorzugt.
Im Linkverzeichnis listen wir zahlreiche Links zu den wichtigsten internationalen Reiseveranstaltern für Südamerika und Galapagos auf und natürlich auch die Websites einiger qualifizierter örtlicher Spezialreisebüros.
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