Mit Unterstützung der UNESCO wurden die Galapagos Inseln 1959 zum Nationalpark erklärt. Das Archipel, bereits seit 1934 Schutzgebiet Ecuadors, konnte nun mit einem Nationalpark-Management deutlich besser vor der Zerstörung der einmaligen Fauna und Flora geschützt werden. Der Tourismus entwickelte sich aber spätestens Ende der 60er-Jahre rasant, nachdem erste Kreuzfahrtschiffe zum Einsatz kamen. Auch heute erleben die meisten Touristen Galapagos im Rahmen einer meist einwöchigen Kreuzfahrt. Zahlreiche der großen und kleinen Kreuzfahrtschiffe befährt lizensierte Routen zu mehreren Inseln. Der Nationalpark sorgt dank strenger Lizensierung und einem Routenmanagent dafür dass keine der Inseln und Attraktionen unkontrolliert mit einer zu großen Anzahl an Touristen „überrollt“ wird. Alternativ gibt es aber weiterhin in sehr geringem Umfang die Möglichkeit zur Übernachtung auf vier der Inseln. Die strengen Regeln und die damit verbundene Vermeidung von größeren Hotelanlagen konnte trotz wachsender Zahl der Touristen verhindern, dass die einmalige Natur zu sehr leidet. Umgekehrt bringt der hochpreisige Tourismus die dringend benötigten Devisen zum Schutz des Nationalparks. Jeder Besucher leistet mit einer Zahlung von rund 100 Dollar Eintrittsgebühr eine direkte Unterstützung und sorgt durch seinen Besuch natürlich auch indirekt für einen gewissen Wohlstand auf den Inseln, der es den Einheimischen erleichtert die strengen Nationalpark-Regeln zu befolgen.
Für alle Besucher des Galapagos-Nationalparks gelten seit 1969 folgende sinnvollen Regeln, die strikt einzuhalten sind:
1. Die Pflanzen, Tiere und Steine dieser einzigartigen Natur sollten an ihrem Platz bleiben. Es darf nichts davon mitgenommen werden - außer schönen Fotoerinnerungen.
2. Das Mitbringen und Verteilen inselfremder Organismen ist unter allen Umständen zu vermeiden. Dazu gehören zum Beispiel Tiere, Insekten, Pflanzen und Samen. Sie alle können das Naturgleichgewicht ernsthaft stören.
3. Damit die Tiere nicht ihr natürliches Verhalten verändern oder ihre Unvoreingenomenheit verlieren, aber auch zur eigenen Sicherheit der Besucher, ist das Berühren oder Streicheln strikt verboten.
4. Die originäre und endemische Tierwelt auf Galapagos ernährt sich natürlich. Deshalb bitte die Tiere niemals, insbesondere nicht mit mit mitgebrachten Lebensmitteln füttern.
5. Das Verlassen der markierten Wege und ein zu geringer Respektabstand bedrängt die Seevögel auf Galapagos. In der Folge könnten diese ihre Nester, Eier oder ihren Nachwuchs verlassen. Der Mindestabstand sollte stets zwei Meter betragen.
6. Aus Sicherheitsgründen sind alle freigegebenen Besucherpunkte im Nationalpark markiert. Die markierten Pfade sollten nicht verlassen werden.
7. Müll beeinträchtigt das einmalige Naturparadies Galapagos nicht nur optisch. Das Gleichgewicht der Natur wird gestört und Tiere gefährdet. Deshalb isdt es strikt untersagt jede Form von Abfällen während der Ausflüge auf den Inseln oder im Meer zu hinterlassen.
8. Bitte verzichten sie auf den Kauf von Andenken, die aus Pflanzen oder Tieren des Archipels gefertigt sind. Souveniers aus Korallen oder Schildkrötenpanzern, Seelöwen-Zähnen oder Muscheln gefährden die Anstrengungen zur Erhaltung der einzigartigen Natur auf Galapagos und können darüberhinaus in Ecuador oder im Heimatland des Besuchers verboten sein.
9. Das Einritzen oder Aufmalen von Namen in Felsen oder auf Wände zeugt von Rücksichtslosigkeit und zerstört die Schönheit der Inseln.
10. Das Rauchen und jede Form von Feuer sind im Nationalparkl strikt verboten. Schon eine unachtsam gelöschte Zigarette kann unkontrollierbare Buschbrände entfachen und einen irreparablen Schaden verursachen. Geniessen Sie die Natur statt Ihrer Zigaretten!
11. Das Angeln von Bord der Touristenboote und Kreuzfahrtschiffe ist nicht gestattet. Bitte melden Sie jeden Verstoss an die Nationalpark-Verwaltung.
12. Sollten Sie Interesse an einer Übernachtung im Zelt (nur sehr eingeschränkt an lizensierten Plätzen möglich) oder an kommerziellen Filmaufnahmen haben sollten Sie sich vorab mit der Nationalpark-Verwaltung für eine entsprechende Genehmigung in Verbindung setzen. Ansprechpartner finden sich auf den vier bewohnten Inseln San Cristobal, Santa Cruz, Isabela und Floreana.
13. Bitte melden Sie alle Gefahren für den Nationalpark oder die Sicherheit der Besucher unverzüglich an einen Park-Ranger, die Polizei, die Marine, die Luftwaffe oder sonstige lokalen Behörden.
14. Bitte helfen Sie mit beim Naturschutz, gehen mit gutem Beispiel voran und weisen andere Besucher auf die Einhaltung dieser Regeln hin.
Weitere hilfreiche Hinweise zum Nationalpark und der Geschichte der Galapagos Inseln finden sich auf der offiziellen Website des PNG, der auch Ansprechpartner für Volunteers sowie für Akkreditierungen von Forschern und Medienvertreter ist.
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