Wenn man auf Galapagos von einem Touristenzentrum sprechen kann dann gebürt diese Bezeichnung der Insel Santa Cruz. Vor Ort relativieren sich entsprechende Beschreibungen in Reiseführern aber schnell. Der Hafenort Puerto Ayora mit der Charles Darwin Station findet sich in dem Reiseprogramm nahezu aller Galapagos-Rundreisen und verfügt über zahlreiche kleine Reisebüros und Andenkenläden. Auch einige Pensionen finden sich hier. Bereits ab der ersten Parallelstraße hinter der Waterfront kehrt schon Ruhe ein und auch die gutbesuchten Bars oder Pubs machen Puerto Ayora nicht zur lärmenden Partymeile.
Die Charles Darwin Station ist der Mittelpunkt der wissenschaftlichen Arbeit auf dem Archipel und lohnt in jedem Fall den Besuch. Der berühmteste Bewohner heißt „Lonesome George“, ist der letzte Überlebende der Riesenschildkröten-Unterart der Insel Pinta (Geochelone elephantopus abingdoni) und wurde 1973 zur besseren Beobachtung und für bislang vergebliche Fortpflanzungsversuche nach Santa Cruz gebracht.
Die Insel bietet sich hervorragend für Bootsauflüge nach Plaza Sur, Seymour Norte und Bartolome an, die auch vor Ort in den Reisebüros gebucht werden können. Diese Touren bieten in der Regel auch immer Schnorchelmöglichkeiten. Bei einem empfehlenswerten, mehrtägigen Aufenthalt auf Santa Cruz lassen sich im Hochland die Zwillingstrichter Los Gemolos erkunden und Riesenschildkröten in ihrer natürlichen Umgebung in weitläufigen Reservaten (La Caseta) erleben. Ein sicher unvergessliches Erlebnis. Santa Cruz kann dabei nach Isabela die zweitgrößte Population an Riesenschildkröten vorweisen.
Über viele Jahre war das Hotel Angermayer der deutschen Auswandererfamilie eine der empfehlenswertesten Adressen auf der Insel. Die neue Besitzerfamilie Silberstein setzt diese Tradition im mittlerweile in Hotel Silberstein umbenannten Domizil fort. Eine ebenfalls sehr schöne Alternative ist das Eco-Hotel „Finch Bay“, das 21 sehr schöne Zimmer im Lodge-Stil bietet.